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Helmut Eisel & JEM - more than klezmer
Donnerstag, 27.11.2014; 20:00 Uhr
Klassik, Jazz, Swing oder Klezmer? Die Klarinette gilt quer durch alle Genres als das Instrument mit der facettenreichsten Klangfarben-Palette – und Helmut Eisels virtuoses Spiel ist hierfür ein überzeugender Beweis. Das nahezu unerschöpfliche Potenzial seines Instruments, Geschichten zu erzählen, zu schimpfen, zu trösten, zu fauchen, zu lachen und zu weinen, fasziniert den in unterschiedlichsten Stilen beheimateten Musiker schon seit seiner Kindheit. Auf der Konzertbühne ist es Helmut Eisels Anliegen, die Melange der Kulturen durch die Sprache der Musik ganz unmittelbar mit seinen Mitmusikern und dem Publikum zu teilen. Der unverwechselbare Stil von Helmut Eisel & JEM basiert auf der langjährigen Zusammenarbeit des Klarinettisten mit seinen kongenialen Partnern Michael Marx (Gitarre und Stimme) und Stefan Engelmann (Kontrabass).
Das Trio hat sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensfreude und emotionale Tiefe der Klezmermusik lebendig zu halten bzw. sie in der Gegenwart zu neuem Leben zu erwecken. "More than Klezmer", das neue Programm von Helmut Eisel & JEM, ist Klezmer im Dialog – zwischen den Stilen, zwischen den Zeiten, zwischen den Kulturen. Die drei Musiker sehen sich in einigen ihrer Stücke im Zwiegespräch mit Bach und Mozart; auf deren Fragen suchen sie eigene Antworten, mit ihnen spüren sie der Kraft des Gesangs und der inneren Stimme nach.
Dem gegenüber stehen mehrere Titel, die ihre Inspiration Eisels Seminaren mit Studenten aus aller Welt und insbesondere aus Israel verdanken. So sind diese Seminare stets auch musikalische Begegnungen mit Menschen, die die Tradition und Gefühlstiefe der Klezmermusik weitertragen. Wesentlich sind dabei die Verbindungen zu anderen Klezmer-Musikern und deren Anregungen. So schrieb Helmut Eisel das „Herz-Stück“ des Konzerts, "Phoenix", 2007 im Auftrag Giora Feidmans als Komposition zu Ehren der im Holocaust ermordeten Klezmorim. „Keine Trauermusik sollte ich schreiben, bat Giora ausdrücklich, vielmehr Musik, die spüren lässt, wie harmonisch die Welt sein kann, wenn Kulturen sich gegenseitig bereichern.“
